Pressemitteilung zur Auflösung von Linksruck

Am Samstag, den 1. September 2007 will sich die Organisation Linksruck auflösen. Stefan Bornost, ehemals leitender Redakteur der Zeitung Linksruck erklärt dazu:

Mit der Fusion von WASG und Linkspartei ist eine linke Alternative zur Sozialdemokratie entstanden. Die SPD hat sich von ihrem Anspruch, Interessenvertretung der Lohnabhängigen zu sein, immer weiter entfernt.

Linksruck hat von Beginn an die Bildung einer neuen vereinigten Linken als politische Sammlungsbewegung gegen den Neoliberalismus unterstützt. Mit der erfolgreichen Gründung der Partei Die LINKE sehen wir keinen Sinn mehr in der Aufrechterhaltung von Linksruck als separater Mitgliedsorganisation.

Nach 14 Jahren und 229 Ausgaben wurde die Zeitung Linksruck eingestellt. Die gleichnamige Organisation war seit Gründung ein bewegungsorientierter Zusammenschluss von Aktivisten, die sich auf die marxistische Tradition des Sozialismus von unten beriefen. Das Aufkommen der globalisierungskritischen Bewegung und die Mobilisierung gegen den Irak-Krieg prägten die strategische Orientierung von Linksruck ebenso wie der Widerstand gegen die Agenda 2010 der Schröder-Regierung. In den letzten Jahren war Linksruck eine integrale Kraft im Neuformierungsprozess der Linken, der schließlich mit der Vereinigung von WASG und Linkspartei zu Die LINKE erfolgreich vollzogen wurde.

Das Eingreifen in das öffentliche politische Geschehen als eigenständige Organisation wurde in dem Maße unbedeutender, wie der erfolgreiche Aufbau der neuen Linken voranschritt. Die Aktivisten von Linksruck brachten sich in die neue pluralistische Linke mit ihren Erfahrungen und Positionen ein. Nach der erfolgreichen Gründung der neuen Partei zieht auch Linksruck die Konsequenz und löst sich als separate Mitgliedsorganisation auf.

Linksruck ruft alle seine Mitglieder und Sympathisanten dazu auf, den Aufbau der Partei Die LINKE mit ihren marxistischen Positionen zu fördern und die Strömung Sozialistische Linke zu unterstützen, die sich für eine Klassenorientierung und eine Anbindung der Partei an die Gewerkschaftsbewegung einsetzt.

Gemeinsam mit anderen haben Mitglieder von Linksruck an der Neugründung eines marxistischen Netzwerks innerhalb der Linken gearbeitet, welches sich um das neue Magazin ?marx21? gruppieren will. Die Netzwerkgründung soll am 1. und 2. September in Frankfurt a.M. stattfinden.








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